Jugendsinfonieorchester Leonberg Es muss nicht immer eine Hallenbühne sein

Von
Meist treten die jungen Musiker auf einer Hallenbühne auf. Dieses Mal ist es die Schalterhalle der Leonberger Kreissparkasse. Foto: Jugendmusikschule

Leonberg - „So etwas hat es in Leonberg noch nicht gegeben.“ Sibylle Lützner, die Leiterin der Jugendmusikschule in Leonberg, ist schon voller Vorfreude, wenn sie an den morgigen Freitagabend denkt. Dann nämlich gibt das Leonberger Jugendsinfonieorchester sein erstes eigenständig organisiertes Konzert. Los geht es am 7. Dezember um 19 Uhr.

Der Veranstaltungsort ist ungewöhnlich. Denn die jungen Musiker stehen nicht, wie meist üblich, auf irgendeiner Hallenbühne. Ort des Geschehens ist die Schalterhalle der Kreissparkasse an der Sonnenkreuzung. „Dort, wo man sonst Geld abhebt oder Überweisungen tätigt“, erklärt Sibylle Lützner. Da passt der Titel „Sinfoniekonzert mal anders“ optimal.

Eine gute Symbiose

Der Wunsch nach einem eigenen Konzert kam aus den Reihen der Jugendlichen, wie die Leiterin der Jugendmusikschule Leonberg erklärt: „Bisher musizierten sie ‚nur‘ bei Veranstaltungen unserer Einrichtung und bei Partnerschaftskonzerten.“ Zudem sei die Sparkasse an sie herangetreten mit der Idee, das Forum und ihre Schalterhalle für musikalische Veranstaltungen zu nutzen. Die Jugendmusikschule, erklärt Lützner, sei immer offen für neue Veranstaltungsorte: „Das ist eine gute Symbiose.“

26 Jugendliche im Alter zwischen zehn und 18 Jahren gehören zum Ensemble des städtischen Jugendsinfonieorchesters. Es setzt sich aus Streichern, Schlagzeug und der Bläsergruppe „Young Winds“ zusammen. Die besonders engagierten „Streicher“ des Orchesters gehören außerdem noch dem Kammerensemble an. Unter der Leitung von Friederike Kienle, einer international gefragten Cellistin, lernen die Jugendlichen Werke von Barock bis Filmmusik. „Sie bringen auch immer wieder eigene Ideen ein“, erklärt die Leiterin der Jugendmusikschule. „Das ist uns sehr wichtig – wie eben den Ansatz zu diesem besonderen Konzert.“

Zuhörer sind herzlich willkommen

Für die „Young Winds“ gibt es im Übrigen noch einen weiteren Dirigenten: Frank Lehmann, den ersten Solo-Fagottisten der Stuttgarter Philharmoniker.

„Bei den Auftritten in und um Leonberg sowie bei Konzertreisen ins Ausland und auch beim Proben spürt man, dass die Jugendlichen und die beiden Dirigenten mit viel Freude und Begeisterung am Werke sind. Wir würden uns sehr freuen, wenn viele Zuhörer am Freitag den Weg in die Sparkasse fänden“, erklärt Sibylle Lützner.

Auf dem Programm stehen Werke von Georg Philipp Telemann, Benjamin Britten, Ferenc Farkas, Franz Schubert und Ludwig van Beethoven. Eingeladen sind alle, die Lust auf ein Konzert an einem ungewöhnlichen Ort haben. Der Eintritt ist frei, über Spenden freuen sich die jungen Nachwuchsmusiker.

Artikel bewerten
1
loading
Strohgäu Leonberg Rutesheim Weil der Stadt Renningen Weissach Enzkreis-Gemeinden