Jahresgebühren für Würmtalbücherei Viel Lesefutter für zwölf Euro im Jahr

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Das Angebot im der Würmtalbücherei in Merklingen ist groß. Foto: factum/Weise

Weil der Stadt - Früher war sie eine reine Schulbücherei, heute ist die Würmtalbücherei in Merklingen längst Ziel für Leseratten aus allen fünf Ortsteilen von Weil der Stadt. Zwar wird überwiegend Kinder- und Jugendliteratur ausgeliehen, doch rund 300 Erwachsene nutzen regelmäßig das Angebot von mehr als zehntausend Büchern und Zeitschriften. Dieser Nutzerkreis muss von 2018 an zwölf Euro Jahresgebühr zahlen. Diesem Vorschlag der Verwaltung stimmte der Gemeinderat jetzt zu.

Rund 50 000 Euro lässt sich die Stadt den Betrieb ihrer einzigen öffentlichen Bücherei kosten, die seit 2014 hauptamtlich betrieben wird. Zwei Drittel davon entfallen auf Personalkosten. „Da sind wir immer noch low budget unterwegs“, sagte der Bürgermeister Thilo Schreiber, „wenn ich sehe, was andere Gemeinden da alles machen.“ Für die zwölf Euro Jahresgebühr könne man so viel ausleihen, wie man möchte, verteidigte Schreiber die neue Gebühr.

Kinder müssen nichts bezahlen

Schon im Frühjahr hatte sich der Gemeinderat bei seiner Klausurtagung zum Thema Haushalt für eine solche Jahresleihgebühr ausgesprochen. Es werden rund 2500 Euro an Einnahmen dadurch erwartet. Allerdings müssen Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre nichts bezahlen, ebenso wie Inhaber eines gültigen Familienpasses sowie Kindertageseinrichtungen und Schulen.

Nicht nur eine Jahresgebühr für die Ausleihe wird von Januar an fällig. Wer seinen Ausweis verliert, muss drei Euro für einen Ersatzausweis bezahlen. Wenn jemand ein Buch beschädigt oder gar nicht zurückgibt, muss er nicht nur die Wiederbeschaffung bezahlen, sondern auch eine Bearbeitungsgebühr von fünf Euro.

In der Kernstadt gibt es auch noch die öffentliche katholische Bücherei im Pfarramt am Kapuzinerberg 1. Gemeinderat Emilio Diaz Ocampo von der Freien Wählervereinigung kritisierte, dass diese Bücherei einen Zuschuss für den Betrieb bekomme, aber keine Gebühren erhebe. Der Bürgermeister Thilo Schreiber sagte daraufhin, man werde vorschlagen, dass man dort mit den zwölf Euro gleichziehe.

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