Heimsheim Kindergartenanbau kostet bis jetzt 15 Prozent mehr

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Am Kindergarten Heerstraße sind die Bauarbeiten in vollem Gange. Foto: Andreas Gorr

Heimsheim - Am Kindergarten Heerstraße wird schon seit einiger Zeit gewerkelt und gebaut, damit dort ein neuer Anbau entstehen kann. Trotzdem bleibt das Thema weiterhin im Gemeinderat aktuell, denn die Ausschreibungen für die einzelnen Arbeiten werden erst nach und nach vergeben. Entsprechend zeigen sich Abweichungen zu den ursprünglich angenommenen Kosten erst nach und nach.

Nach derzeitigem Stand kommt das Projekt auf rund 780 000 Euro, das bedeutet Mehrkosten von 15,5 Prozent, wie Ulrich Kiedaisch vom zuständigen Architekturbüro Kiedaisch während der jüngsten Gemeinderatssitzung erklärte. Wie hoch die endgültigen Kosten liegen, steht noch nicht fest. „Wir haben mittlerweile 82 Prozent der Gewerke ausgeschrieben“, berichtete Kiedaisch. Maler- und Schreinerarbeiten beispielsweise sowie die Verschönerung der Außenanlagen fehlen noch.

Untergrund sorgt für Schwierigkeiten

Zu Anfang waren weniger als 700 000 Euro für das Projekt angesetzt worden. Dass auf diese Summe noch einmal ein spürbarer Batzen draufkommen würde, hatte Kiedaisch bereits vor einem halben Jahr angekündigt (wir berichteten). Ein Grund war vor allem der ungünstige, weil sehr weiche Untergrund am Kindergarten. Dieser verkomplizierte die Planungen für die Dämmung unter dem Gebäude, sodass der Ansatz dann bei 766 000 Euro lag. Nach diesen „planerischen Unwägbarkeiten“, wie es Ulrich Kiedaisch formulierte, sei die inzwischen angenommene Kostenüberschreitung in Höhe von 15 Prozent „noch annehmbar“. Zumal es, wenn man die Baupreisentwicklung seit den anfänglichen Planungen berücksichtige, letztlich auf effektiv zehn bis elf Prozent hinauslaufe.

Sobald die Ausschreibungen vollständig raus sind, wird sich der Gemeinderat mit der Causa Kindergarten noch einmal befassen. Fürs Erste nahmen die Ratsmitglieder die Entwicklung geschlossen zur Kenntnis.

Der neue Anbau soll den nötigen Raum für 17 bis 22 zusätzliche Betreuungsplätze schaffen, für Kindergarten- wie auch für Krippenplätze. Es entstehen zusätzliche Gruppen- und Zweckräume, außerdem sanitäre Anlagen, Zimmer für die Betreuer und ein Elternsprechzimmer. In Heimsheims Kindergärten wird es nämlich eng, freie Kapazitäten gibt es so gut wie keine mehr – zumindest in den konventionellen Betreuungseinrichtungen. Eine zusätzliche Anlaufstation bildet jedoch der im November gegründete Waldkindergarten, der noch freie Plätze hat.

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