Heckengäu-Bandcontest Das Publikum jubelt, die Musik lebt, Mission erfüllt

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Grundverschieden hat sowohl die Jury, als auch das Publikum überzeugt. Foto: Andreas Gorr

Leonberg - Fünf junge Stifte stürmen den abendgebläuten Himmel über Leonberg, schnappen sich ihre Instrumente und legen los, als wär nichts. „Das ist erst ihr zweiter großer Auftritt“, zwitschert Margot Rosenberger ihren Nebensitzern auf den Zuschauerbänken zu.

Und erntet ein ungläubiges „Was!“ – „Das gibt’s nicht!“ Keine 25 Jahre alt sind die vier Jungs und das Mädel auf der Bühne, sie sind nicht nur junge Stifte, sie singen auch von ebensolchen, in funkiger Rap-Perfektion, die sich die großen Vorbilder auf den Weltbühnen abgucken könnten.

„Oh, keine Lust mehr nach Beliebtheit zu streben. Oh, nehm den Stift in die Hand und beginne zu leben!“

„Das sind drei verschiedene Stifte“, erklärt Sänger Simmy Krust später den Song, „die sich aufmachen, ihren Traum zu leben.“ Ihren Traum leben auch die fünf Stifte von „Grundverschieden“, denn so heißt es, das Band-Wunder vom Freitagabend auf dem Strohländle. Und singt sich ins Herz von Jury und Publikum, landet am Ende des aufregenden Abends auf Platz 1.

Dass sie hier stehen, das verdanken sie vor allem Margot Rosenberger. Die erfahrene Heimsheimer Musik-Managerin hat den Heckengäu-Bandcontest zusammen mit der Leonbergerin Samantha Porsche Mafham organisiert. „Unser Spirit ist es, jungen, guten Musikern eine Bühne zu bieten“, erklärt sie. Margot Rosenberger ist immer noch ganz außer Atem. „Aber dass wir so gute Musiker finden, dass hätte ich auch nicht gedacht.“

Denn alle vier Kandidaten des Abends auf der Leonberger Engelbergwiese zwischen den Ballen des Strohländles wären würdige Sieger des Nachwuchswettbewerbs gewesen. „Eine grausame Aufgabe war es, dass wir uns für einen entscheiden mussten“, ruft denn auch Juror Sebastian Bartolitius am Ende dem Publikum zu.

Die komplizierte Zusammenrechnung von Publikums- und Jurywertung ergibt denn auch, dass es zwei zweite, und keinen vierten Platz gibt. In der Mitte landen die beiden Solo-Sänger Konstantin Kenntner und René Hartmann. Auch René ist so ein Naturtalent, das es ohne den Contest nicht geben würde. „Nein, durch eine Freundin kam ich dazu, mich hier anzumelden“, berichtet der 21-jährige Wurmberger im Anschluss an seinen Auftritt. „Vorher bin ich noch nie groß aufgetreten.“ Das Publikum jubelt, die Musik lebt, Mission erfüllt.

Die Sieger

1
. Grundverschieden 2
. Konstantin Kenntner und René Hartmann 3
. Ben Rockwell Band

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