Handball Zweiter Spielmacher muss passen

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Bei ihm laufen die Fäden im Ditzinger Rückraum zusammen: Marco Dömötör. Foto: Baumann

Ditzingen - So sehr sich Mannschaft und Trainer über den 32:27-Erfolg gegen den SKV Oberstenfeld gefreut haben, eine Szene bleibt in unschöner Erinnerung: Patrick Droxner ging bei einer Angriffsaktion zu Boden und verbrachte den Rest der zweiten Hälfte auf der Bank sitzend immer wieder mit frischen Eispacks im Gesicht. Was Trainer Jörg Kaaden schon gleich nach dem Spiel befürchtete („Die ist durch“), bewahrheitete sich im Krankenhaus. Das Nasenbein ist gebrochen, Droxner wird am 9. Februar operiert und fällt wochenlang aus.

Ärgerlich für die TSF Ditzingen, denn das Tandem Patrick Droxner/Marco Dömötör hat sich in den vergangenen Partien zunehmend besser ergänzt. Auf der Spielmacherposition im Rückraum konnte der Übungsleiter zwischen zwei nahezu gleichwertigen Alternativen wählen. In den kommenden Partien muss Marco Dömötör die Hauptlast der Verantwortung übernehmen. Der 27-Jährige war vor anderthalb Jahren zu den TSF gestoßen, nachdem er zuvor fast neun Jahre (150 Spiele) für den SV Kornwestheim II am Ball war. „Er ist ein sehr präsenter ­Spieler und ein Wortführer bei uns. Nicht umsonst ist er bei uns schon zum Kapitän geworden“, sagt Trainer Jörg Kaaden.

Der Spielmacher kann beidhändig werfen und ist so für die gegnerische Abwehr schwerer ausrechenbar. Kaaden: „Ich erwarte von ihm, dass er das Spiel lenkt und ihm die richtige Struktur gibt.“ In Sachen Torgefahr ist bei Dömötör noch Luft nach oben. In 15 Spielen traf er 24 Mal (davon zwei Siebenmeter).

Spielgestalter mit Bundesligaerfahrung

Wenn er und seine Kollegen an diesem Samstag (20.30 Uhr) beim SV Fellbach antreten, dann bekommen sie es auf der anderen Seite mit einem Spielgestalter zu tun, der in 16 Partien bereits 93 Treffer (davon 15 Siebenmeter) auf seinem Konto hat. Andreas Blodig ist Denker und Lenker sowie Vollstrecker in einem. Am dritten Tabellenplatz des Aufsteigers hat der 30-Jährige, der mit der SG BBM Bietigheim in die Bundesliga aufgestiegen und nach seinem Engagement beim TSB Horkheim vor dieser Runde zu seinem Heimatverein zurückgekehrt ist, maßgeblichen Anteil. Auch beim 34:26-Hinspielsieg in Ditzingen steuerte er acht Treffer bei. „Da müssen wir hellwach sein und seine Kreise so gut es geht einengen“, setzt Jörg Kaaden darauf, dass seine Mannschaft im Vergleich zum Beginn der Saison dazugelernt und sich in der höheren Liga akklimatisiert hat.

Die Favoritenrolle schiebt er dennoch dem SV Fellbach zu. Schließlich fehlt ihm in Patrick Droxner eine Alternative auf der    Spielmacherposition. Möglicherweise kommen die Stand-by-Spieler Dennis Zwicker und Konstantin Katz in die Verlosung. Zwicker verfolgte zuletzt den Sieg über Oberstenfeld auf der Tribüne.

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