Handball In der zweiten Hälfte bricht die SG ein

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Christian Auer (am Boden) und Michael Henninger: Die Leonberger müssen sich jetzt selbst aus dem Tief holen. Foto: Andreas Gorr

Leonberg - Spielfrei haben die Handballmannschaften an diesem Wochenende, das ganz im Zeichen der Weltmeisterschaft der Frauen stehen soll. Vorrundenspiele mit dem Titelverteidiger aus Norwegen finden unter anderem in Bietigheim statt. Ivan Toldo, Trainer des Württembergligisten SG Leonberg/Eltingen, hat seinen Spielern daher eine Laufeinheit verabreicht. Nicht nur der Kondition wegen. Sie sollen mal den Kopf frei bekommen. Denn das Viertelfinale im Verbandspokal am Donnerstagabend bei Rot Weiß Laupheim, dem Tabellenfünften der Württembergliga Süd, hat nach dem jüngsten ­Abwärtstrend der Leonberger keineswegs für einen Motivationsschub gesorgt. Die Mannschaft um Ivan Toldo musste sich nach einer ausgeglichenen ersten Hälfte (16:16) noch mit 23:33 geschlagen geben. „Die zweite Hälfte war eine Katastrophe“, sagte der SG-Coach. Er kann sich den ­Einbruch nicht erklären.

In den ersten 30 Minuten waren beide Mannschaften noch auf Augenhöhe. ­Andreas Binder, Julian Kurtz und Michael ­Henninger sorgten mit ihren Treffern für eine rasche 3:1-Führung. In der elften ­Minute lagen die Gäste sogar mit drei ­Treffern (9:6) vorne. Diese Führung hielt nicht lange. Laupheim glich zum 9:9 aus, war dann selbst bis zur Pause immer einen Schritt voraus. Julian Kurtz glich dann kurz vor dem Halbzeitpfiff zum 16:16 aus. „Bis dahin war es ganz ordentlich, und an diese Leistung wollten wir in der zweiten Hälfte anknüpfen“, sagte Ivan Toldo.

Doch wie ausgewechselt kamen die Leonberger aus der Kabine. Die Abwehrreihen griffen nicht mehr, „vorne haben wir wieder einmal klarste Torchancen nicht reingemacht, egal ob von außen, vom Kreis oder aus dem Rückraum – es ging nicht viel“, haderte der SG-Coach, „so ist das manchmal, wenn man unten drin steht, fehlt dann auch noch das Glück und die Pfostenschüsse landen nicht im Tor, sondern prallen ab“. Hinzu kamen technische Fehler. Leonberg spielte dem Gegner einige Male den Ball in die Hand. Der nutzte die Gelegenheit, antwortete mit Tempogegenstößen. In der 33. Minute erzielte der Laupheimer Nico Matthes das 18:17 – und ab ­diesem Moment gaben die Gastgeber die Führung nicht mehr ab. Ivan Toldo versuchte es mit einer offensiveren Variante in der Abwehr, verordnete eine doppelte Manndeckung. Doch selbst hier fanden die Laupheimer die Lücken in der gegnerischen Defensive. Mit dem Schlusspfiff hatten sie einen Vorsprung von zehn Treffern erarbeitet. Die SG Leonberg/Eltingen erzielte in der zweiten Hälfte nur sieben Tore. „Das ist eindeutig zu wenig“, sagte Toldo, der jetzt hofft, dass das spielfreie Wochenende auch die Köpfe wieder frei macht. SG Leonberg/Eltingen: Keller, Koch, ­Binder (3), Maresch, Nicolau (1), Baumgartl (2), Kurtz (6), Wanner, Kilper, Neuffer (6/4), Henninger (2), Ulrich (3), Fischer, Auer.

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