Handball Ditzingen siegt – auch im direkten Vergleich

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Unterstützung von der Bank: Ditzingens Trainer Jörg Kaaden (rechts) und die Teamkollegen geben alles. Foto: Andreas Gorr

Leonberg/Ditzingen - Es ist weiterhin alles offen im Abstiegskampf der Handball-Württembergliga. Mit großem Kampfgeist hat Handball-Württembergligist TSF Ditzingen das wichtige Duell gegen den TSV Altensteig gewonnen und ist damit weiterhin im Spiel. Eine – nicht überraschende – 25:31-Niederlage musste der SV Leonberg/Eltingen beim bereits feststehenden Meister und Aufsteiger TV Bittenfeld II hinnehmen.

TSF Ditzingen – TSV Altensteig 32:26 (16:12)Weniger als drei Minuten vor dem Abpfiff nahm Ditzingens Trainer Jörg Kaaden noch einmal eine Auszeit. Obwohl bei einer 31:25-Führung der Ditzinger Sieg zu diesem Zeitpunkt schon in trockenen Tüchern war. Doch im Duell der beiden Abstiegskandidaten ging es noch um den direkten Vergleich. „Das Hinspiel hatten wir mit fünf Toren Differenz verloren, also mussten wir jetzt mit sechs Toren Unterschied gewinnen, um, wenn es später darauf ankommt, diesen Vergleich zu gewinnen, deshalb habe ich meine Mannschaft noch einmal darauf eingeschworen“, sagte Kaaden. Der Plan ging auf. Altensteigs Patrick Letzgus verkürzte in den letzen Minuten noch einmal auf 31:26, dann aber sorgte der Ditzinger Patrick Droxner für den entscheidenden Treffer zum 32:26. „Nach zuletzt fünf Niederlagen wurden wir endlich wieder belohnt, ich bin erleichtert und richtig zufrieden“, sagte Jörg Kaaden nach der Partie. Allerdings hätte es sich seine Mannschaft nicht so schwer machen müssen, „wenn wir konsequenter gewesen wären“. Zwar lag Ditzingen die gesamte Partie über in Führung, doch die Altensteiger rückten immer wieder gefährlich auf und hielten bis zuletzt das Spiel offen.

In der Anfangsphase gab Ditzingen das Tempo vor und hatte sich bis zur zehnten Minute mit sehenswerten Kombinationen im Angriff einen Fünf-Tore-Vorsprung heraus gearbeitet (9:4). Der TSV Altensteig blieb dran, und vor allem der hoch gewachsene Zwei-Meter-Mann Patrick Letzgus, der in der kommenden Saison zum Drittligisten Neuhausen wechselt, war mit seinen Treffern aus allen Positionen schwer in den Griff zu bekommen. In Überzahl hätte Ditzingen den Vorsprung zur Halbzeitpause (16:12) noch einmal vergrößern können. Doch häuften sich hier Ballverluste, hektisches Spiel und Unkonzentriertheit bei den Abschlüssen.

Von Kampfgeist geprägt war die zweite Hälfte und für Ditzingens Mark Falkenburger war das Spiel in der 48. Minute nach einer Disqualifikation beendet. In der Schlussphase überzeugten noch einmal Kay Weber, Dennis Zwicker und Yannick Herleth mit ihren Toren – und am Ende gewann Ditzingen nicht nur dieses wichtige Abstiegsduell, sondern eben auch den direkten Vergleich.

TSF Ditzingen: Thomitzni, Biehl, Eisele (4) Falkenburger (2), Droxner (3), Kienle, Mastalirz (1), Ruoff (1), Dömötör (3), Cipa (2), Herleth (5/3), Weber (5), Zwicker (6)

TV Bittenfeld II – SV Leonberg/Eltingen 31:25 (15:12)

Nein, überraschend ist die Leonberger Niederlage beim vorzeitigen Meister TV Bittenfeld II nicht. „Das war ein verdienter Sieg, die Bittenfelder haben einfach Qualität und eine enorme Dynamik, dennoch erhofften wir uns mehr“, sagte Ivan Toldo, Trainer des SV Leonberg/Eltingen. Zumal die letzten beiden Bittenfelder Niederlagen gegen Altensteig und Waiblingen gezeigt hatten, dass auch der Spitzenreiter Schwächen zeigen kann. Allerdings hatte da deren Torschützenkönig Martin Kienzle gefehlt. Er war am vergangenen Samstag gegen den SV Leonberg/Eltingen wieder mit an Bord und überzeugte wieder einmal mit insgesamt zehn Treffern. Schnell gerieten die Gäste mit 0:4 Toren in den Rückstand, kämpften sich aber wieder heran. Mit seinem Siebenmeter-Treffer glich Lars Neuffer in der 12. Minute zum 5:5 aus. Und auch beim Pausen-Rückstand von 12:15 Toren war noch alles drin. Doch mit leichten Ballverlusten und einigen technischen Fehlern zuviel machten es die Leonberger den Gastgebern in der zweiten Hälfte relativ einfach, mit schnellen Kontern die Führung auszubauen. „Wir haben keinen Zugriff in der Abwehr bekommen und auch vorne nicht unsere beste Leistung abgerufen“, sagte Ivan Toldo. In den letzten Minuten konnten die Gäste dem Favoriten nichts mehr entgegen setzen.

SV Leonberg/Eltingen: Keller, Weihing, Binder (1), Maresch (1), Nicolau (1), Baumgartl, Mücke (6), Wanner, Kilper, Neuffer (7/4), Ulrich (2), Henninger (2), Fischer (2), Auer (3/1).

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