Hair Fashion Preview in Leonberg Auf dem Kopf entstehen Kunstwerke

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Wer hat die Haare schön? Diese Models hier ganz bestimmt! Foto: factum/Granville

Leonberg - So viele gut frisierte Gäste trifft man selten in der Leonberger Stadthalle. Wie jedes Jahr hat dort die Hair Fashion Preview des „Fachverbandes Frisuren und Kosmetik Baden-Württemberg“ stattgefunden – dieses Mal unter dem Motto „Alles nur nicht alltäglich!“. Immer zum Start der Wintersaison stellt das Modeteam des Fachverbandes in der Stadthalle die neusten Frisuren- und Kosmetiktrends vor. „Das hat sich so ergeben, dass wir immer zur Wintermode in Leonberg sind, und zur Sommermode in Esslingen“, erzählt Art-Director Boris Gassert, der zum Vorstand des Fachverbandes gehört. Weil Leonberg so gut gelegen sei, hätte es sich als Veranstaltungsort etabliert. Rund 500 Mitglieder des Fachverbandes treffen sich hier halbjährlich und informieren sich über neue Schnitte, Färbetechniken und Make-up-Trends. Seit den späten 80er Jahren gäbe es diese Preview schon, erinnert sich Matthias Moser, der Landesgeschäftsführer des Verbandes.

Was Frisöre mit Pferdesport gemeinsam haben

Kurz vor 8 Uhr treffen sich die Veranstalter am Sonntag in der Stadthalle und proben die Choreografie für die Bühnenshow. Um 10 Uhr öffnen im Foyer die Infostände. Sie geben Informationen über den Frisörberuf und ermöglichen einen Einblick in die winterliche Frisurenmode. Um 11 Uhr beginnt dann die heiß ersehnte Bühnenshow. Als erstes werden zwei Kosmetik-Looks gezeigt, die vor allem durch ihre warmen Farben und den besonderen „Cut-Crease-Trend“, bei dem die Lidfalte als Grenze zwischen zwei Farbtönen dient, überzeugen. Dann sind die Azubis an der Reihe, die als Nachwuchstalente zeigen, was im zweiten Lehrjahr schon alles möglich ist. „Die haben das echt gut gemacht“, findet Jeanine Tunk, die Eventmanagerin des Fachverbandes. Auch Boris Gassert ist begeistert von den jungen Frisören. „Ich war selbst mal Juniorenmeister“, erzählt er und lobt die Ausbilder der Lehrlinge. „Bei uns im Frisörhandwerk ist das fast wie bei den Reitställen im Pferdesport: Es ist entscheidend, aus welchem Haus man kommt“, verrät er. Mittlerweile hat Boris Gassert schon über 17 Jahre Berufserfahrung. Der Höhepunkt des Tages sei immer, wie das Team, das sich ein halbes Jahr lang nicht gesehen hätte, zusammenarbeitet. „Da geht auf einmal alles Hand in Hand“, sagt Gassert. Er und seine Kollegen sind ehrenamtlich im Fachverband tätig und stemmen ihr Frisörgeschäft nebenher. Ist das nicht ziemlich stressig? „Ich sag es mal so: Andere gehen dreimal die Woche Fußball spielen, und wir machen eben das“, beschreibt Gassert seine Arbeit im Verband.

„Flippig, schön und alltagstauglich“

Beim großen Finale kommen noch mal alle Modelle zusammen und bewegen sich gemeinsam über den Laufsteg. Einige der weiblichen Modelle mit schwarzen Abendkleidern und kurzen, blonden Schnitten, die Männer mit lässigem Sidecut oder auffälligem Pony – eine bunte Mischung an Frisuren, die die fachkundigen Zuschauer in der Stadthalle inspirieren sollen. Ernesztina Guzzo aus Backnang ist seit fast zehn Jahren bei der Hair Fashion Preview dabei. Sie genießt es, neue Ideen für ihren Berufsalltag zu bekommen. Gerade bei Männern hätte ihr in diesem Jahr der Schnitt sehr gefallen, bei der Frauenmode die Farbgebung. „Es wird nie langweilig auf diesen Veranstaltungen“, meint sie. „Die Frisuren sind flippig, schön und immer auch alltagstauglich – das Wichtigste, wenn man sich für die Kunden Inspiration holen will“, meint die langjährige Frisörin und fährt sich durch ihre perfekt gestylten Locken.

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