Gymnasium Renningen Nach zwei Wochen schon bestens eingelebt

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Gaby Bundschuh, neue Schulleiterin am Gymnasium Renningen, hat ihr Büro vor wenigen Wochen bezogen – und zum Antritt nicht nur freundliche Worte, sondern auch viele Blumensträuße erhalten. Foto: factum/Bach

Renningen - Vom Solitude-Gymnasium Weilimdorf ans Gymnasium Renningen: Mit ihrer neuen Stelle im Altkreis Leonberg hat Gaby Bundschuh nicht nur den Arbeitsplatz, sondern gewissermaßen den Beruf gewechselt. Denn nun ist die 54-Jährige nicht mehr – beziehungsweise nicht nur – Lehrerin für Englisch und Französisch, sondern Schulleiterin. Sie ist die Nachfolgerin des im vergangenen Jahr in den Ruhestand gegangenen Siegfried Klingler und hat ihre neue Stelle zu den Faschingsferien angetreten.

Am Solitude-Gymnasium, wo sie 23 Jahre unterrichtet hat, war sie bereits Teil der erweiterten Schulleitung. Einen Posten als Rektorin „hatte ich aber erst nicht in meinem Lebensplan“. Denn die Aufgaben eines Rektors sind letztlich eben doch ganz andere als die eines Lehrers. Trotzdem sei sie immer wieder von anderen darauf angesprochen worden, ob das nicht für sie infrage käme. In der Folge habe sie sich dann doch intensiver mit dem Gedanken auseinandergesetzt. „Das war ein langer Prozess, bei dem ich gemerkt habe: Ich habe Interesse an solch einer neuen Aufgabe und will auch etwas bewirken.“

Besondere Verbindung zu Renningen

Ihre eigene Schule war für sie dabei keine Option, wie sie sagt. Zu eng seien die Verbindungen zu ihrem einstigen Kollegium. Eine besondere Verbindung zu Renningen hat sie dennoch, auch wenn sie hier vorher noch nie unterrichtet hat. „Meine Tochter ist hier zur Schule gegangen“, berichtet die Weil der Städterin. Das Gymnasium Renningen habe sie schon immer angezogen. „Zu dieser Schule habe ich eine emotionale Verbindung. Meine Tochter hat sich hier immer wohlgefühlt, und ich wusste, dass die Schule immer gut geführt wurde“, sagt Gaby Bundschuh.

Den Auftakt an ihrer neuen Schule hat sie sehr positiv in Erinnerung. „Meine Einführung war sehr wohlwollend und herzlich“, schwärmt die 54-Jährige. Die neuen Kollegen seien sehr hilfsbereit, und bereits nach ihrer Begrüßung seien erste Schüler auf sie zugekommen und hätten das Gespräch gesucht. „Die Schüler sind sehr offen hier, das finde ich richtig gut.“

Seither sind kaum zwei Wochen vergangen, trotzdem hat sie sich schon gut eingelebt, wie sie erzählt. „Das ging viel schneller, als ich es mir vorgestellt hatte.“ Auch unterrichtet hat sie schon, denn selbst als Direktorin gibt sie noch vier Stunden in der Woche Französischunterricht. So weiterhin den Kontakt zu den Schülern pflegen zu können, sei ihr auch sehr wichtig, sagt sie. „Meine Mutter hat mir immer erzählt, ich wollte schon als Kind Lehrerin werden. Ich habe sogar die anderen Kinder immer dazu gebracht, mit mir Schule zu spielen. Das ist einfach mein Traumberuf.“ Was sie daran begeistert, ist die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, „ihnen das weiterzugeben, was einen selbst begeistert, und ihnen Werte zu vermitteln“.

Kooperatives Bildungszentrum als Bereicherung

Während des Studiums hat sie dahingehend bereits ganz eigene Erfahrungen gesammelt. Damals war Gaby Bundschuh viele Jahre im Ausland unterwegs, in England und Frankreich. „Das hatte sich durch meine Fächer so ergeben. Andere Länder und Kulturen haben mich schon immer fasziniert.“ Als deutsche Studentin unterrichtete sie also eine Zeit lang in einem französischen Jungen-Internat als Assistent-Teacher Englisch.

Als Rektorin steht sie nun natürlich deutlich seltener zum Unterrichten vor einer Klasse, was sie schon bedauere. Dafür ist ein großer Stapel neuer spannender Aufgaben hinzugekommen. Zum Beispiel das Konzept des kooperativen Bildungszentrums, das in Renningen schon lange besteht. Das bedeutet, dass die drei Schulen am Standort – das Gymnasium, die Realschule und die Werkrealschule – nicht nur nebeneinander her existieren, sondern an vielen Stellen zusammenarbeiten. „Dieser Austausch ist eine echte Bereicherung“, findet Gaby Bundschuh. Auch die Schulleiter treffen sich regelmäßig zu Gesprächen, das erste hat bereits stattgefunden. „Auch da war es ein herzlicher Empfang und ein super Gespräch.“ Noch ein spezieller Vorteil dieser Treffen: „Ich erfahre dabei auch sehr viel über Renningen.“

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