Gebers Landmarkt in Gebersheim Genossenschaft sichert die Nahversorgung

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Die Nahversorgung in Gebersheim ist gesichert. Foto: Pixabay

Leonberg - Wenn alles gut läuft, öffnet der Gebersheimer Dorfladen „Gebers Landmarkt“ am 1. März unter neuer Flagge seine Tore. Doch auch gegenwärtig ist die Nahversorgung in dem Teilort gesichert, denn die Inhaberfamilie Epple ist immer noch mit im Boot. Vom 1. März an ist aber eine Genossenschaft die Besitzerin des Ladens. Deren Ziel ist es, die Nahversorgung im Ort zu sichern.

Die Genossenschaft befindet sich allerdings noch immer in der Gründungsphase, da die erforderliche Genehmigung durch den Württembergischen Genossenschaftsverband noch nicht vorliegt. Der Vorstand und der Aufsichtsrat gehen aber davon aus, dass diese rechtzeitig zum geplanten Eröffnungstermin erteilt wird. „Derzeit sind wir dabei, die letzten offenen Punkte zu klären“, sagt Almut Gaugler, Mitglied im Vorstand. „Wir stehen in den Startlöchern.“

Mitglieder sichern das Kapital

Der ehrenamtliche Vorstand und Aufsichtsrat der Gebers Landmarkt-Genossenschaft bereiten seit November 2017 die Übernahme des Ladengeschäfts in der Dorfstraße 2 vor. Die wesentliche Voraussetzung war, dass sich viele engagierte Bürger zur Mitgliedschaft in der Genossenschaft entschließen und einen oder mehrere Anteile zeichnen und einbezahlen – ein Anteil liegt bei 250 Euro.

So konnte das für die Übernahme erforderliche Kapital in Höhe von rund 150 000 gesichert werden. Auch die Stadt Leonberg hat einen Anteil in Höhe von 30 000 Euro gezeichnet. Weitere Absichtserklärungen stehen, sind aber noch offen. „Es wäre für die Genossenschaft wichtig und positiv, wenn diese Zahlungen demnächst auf einem der Genossenschaftskonten eingehen würden“, sagt Gaugler. Sie erlauben es der Genossenschaft, dringend notwendige Anschaffungen zeitnah zu tätigen.

Als sehr aufschlussreich für die weitere Planungsarbeit hat sich die Fragebogen-Aktion im Dezember erwiesen, die viele Hinweise für die künftige Gestaltung und die Weiterentwicklung des Ladengeschäfts erbrachte. Von den rund 500 ausgehändigten Fragebögen sind mittlerweile ein Viertel wieder zurückgeschickt worden. Die Ergebnisse wurden analysiert und die Anregungen und Vorschläge werden in die konzeptionellen Überlegungen des Vorstands einfließen. Aber das hängt natürlich von den verfügbaren Finanzmitteln ab.

Neues Erscheinungsbild

Im Januar haben außerdem Verhandlungen mit der Post und dem derzeitigen Hauptlieferanten, der Firma Okle aus Singen, stattgefunden. Man darf gespannt sein, wie sich der Laden verändern wird, denn neben den umgesetzten Anregungen der Genossenschaftsmitglieder wurde mit der Firma Okle eine kostenlose optische Umgestaltung des Erscheinungsbildes der Verkaufsfläche ausgehandelt. Die soll in diesen Tagen umgesetzt werden. „Dabei können wir immer mit der Unterstützung der Familie Epple rechnen“, freut sich Gaugler über das gute Miteinander. Auch für die Lieferung von regionalen und lokalen Produkten sind Gespräche mit entsprechenden Anbietern im Gange.

Bei den Verhandlungen mit der Post wurde unter anderem vereinbart, dass neues Mobiliar für die Post-Annahmestelle gestellt wird – der Vorlauf beträgt hier allerdings mehrere Monate. Außerdem werden auch die Dienstleistungen in den Bereichen Toto/Lotto und Reinigung beibehalten.

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