Fußball SVR-Urgestein denkt an Ruhestand

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Gemeinsam in Renningen und Möttlingen: Jürgen Bofinger (li.), Helmut Fricker. Foto: Albert Kraushaar

Renningen - Es war ein sehr schweres Spiel mit einem glücklichen aber unheimlich wichtigen Sieg“, blickte Möttlingens Trainer Jürgen Bofinger auf den 1:0-Erfolg am vergangenen Wochenende bei der Spvgg Wart/Ebershardt zurück. Wichtig, weil dieser Dreier es dem TSV ermöglicht, in der Kreisliga A 1 des Bezirks Böblingen/Calw weiter das Ziel zweiter Platz zu verfolgen.

„Es wäre vermessen und würde der Leistung der SG Neuweiler/Oberkollwangen nicht gerecht, von Platz eins zu reden“, sagte der Renninger, der am Ende der Runde endgültig in den sportlichen Ruhestand gehen möchte. „Der TSV Möttlingen war für mich immer eine Herzensangelegenheit. Ich würde es der Mannschaft gönnen, wenn sie sich am Ende für ihre Arbeit mit der Relegation belohnen könnte“, betonte der ehemalige Erstamateurliga- Spieler.

Aufstieg bis hoch in die 1. Amateurliga

Bofinger (500 Spiele für die Spvgg Renningen) hatte als A-Jugendlicher ab 1968 wesentlich die guten Zeiten der SVR mitgeprägt. Zusammen mit dem Möttlinger Helmut Fricker. „Wir sind damals mit acht Mann aus der A Jugend in die erste Mannschaft aufgerückt und hatten klare Strukturänderungen verlangt“, blickt der 66-Jährige zurück. Er, damals als klassischer Linksaußen, und Fricker über rechts oder in der Mitte – dieses Duo funktionierte bis hoch in die 1. Amateurliga (Aufstieg 1973/74), wo Fricker 1975 nach einem Trümmerbruch im Sprunggelenk seine Karriere vorzeitig beenden musste.

Die Stimmung im Jahnstadion mit siebenhundert Zuschauern im Schnitt, Spielerpersönlichkeiten wie Torwart Dieter Brunner, Libero Rudi Hangstörfer, Hans-Martin Leili, Ivan Koczian, Hartmut Stanke oder Spielertrainer Hans Krauß war etwas ganz Besonderes. „Weit über tausend Zuschauer waren normal“, sagt Bofinger. Die Renninger Fans auf dem „Feldherrenhügel“, die Enge im Stadion – das alles hat geprägt und verbindet bis heute. Zum Beispiel auch Jürgen Bofinger mit Helmut Frickers Bruder Harry. „Der war ein Vorstopper von der harten Art, so wie Karlheinz Förster. Er hat sogar mal den Dieter Hoeneß abgemeldet“, erinnert sich Bofinger.

Zweites Engagement in Möttlingen

Das in dieser Zeit entstandene freundschaftliche Verhältnis ist geblieben, und als Fricker – damals Abteilungsleiter beim TSV Möttlingen – im Januar 2014 rief, konnte Bofinger nicht Nein sagen. Übrigens zum zweiten Male, denn schon 1997 bis 2001 hat er den TSV zwei Jahre in der Bezirks- und dann zwei Jahre in der Landesliga betreut.

„Ich habe die Rückkehr keinen Tag bereut. Es macht mir immer noch Spaß, mit der Mannschaft zu arbeiten“ erklärte Bofinger. Auch wenn am Saisonende Schluss ist, wird er den Weg des Clubs weiter verfolgen. Dem TSV Möttlingen will er bei der Suche nach einen Nachfolger behilflich sein. „Trainer oder Spielertrainer, wir haben uns noch nicht entschieden“, stellte Abteilungsleiter Danny Wohlgemuth, der bei seiner Suche auch in den Altkreis Leonberg blickt, fest. „Wir haben uns spielerisch weiter entwickelt und haben eine starke Offensive“, rührte der Vereinsvorsitzende René Fricker noch kräftig die Werbetrommel im Hinblick auf mögliche Kandidaten.

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