Fußball: Saisonbilanz TSV Heimerdingen Trotz Rekordsaison gibt’s noch Luft nach oben

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Norman Röcker, Roberto Ancona, Ismail Sancakdaroglu, Michele Ancona (von links): In Heimerdingen gibt es in dieser Saison mit Ausnahme der Anfangsphase jede Menge Grund zum Jubeln. Foto: Baumann

Ditzingen - Beste Platzierung in der Vereinsgeschichte, beste jemals in der Landesliga erzielte Punktausbeute und dazu das beste Torverhältnis einer Heimerdinger Mannschaft in dieser Spielklasse: Die Rekordausbeute von Trainer Holger Ludwig kann sich sehen lassen. Der 36-Jährige hat beim TSV seine erste Saison als hauptverantwortlicher Übungsleiter bestritten.

Der Realschullehrer für Sport, Mathematik und Erdkunde ist nicht wirklich überrascht von dem Abschneiden seiner Mannschaft: „Ich habe uns das schon zugetraut und wusste auch um die Qualität des Kaders. Ein bisschen überrascht bin ich von der Konstanz, die wir in der Rückrunde gezeigt haben.“ Der Saisonverlauf lässt darauf schließen, dass Spieler und Trainer eine gewisse Zeit gebraucht haben, ehe sie zueinander gefunden haben. Nach sieben Spieltagen fand sich der Club mit fünf Punkten auf dem vorletzten Platz wieder. Im Verein blieb es ruhig. Die folgenden Wochen gaben dem Trainer recht, der auch nach dem verkorksten Start der Meinung war, dass seine Elf lange nicht so schlecht gespielt habe, wie es der Tabellenstand vermeintlich wiedergibt.

Breites Fundament von Leistungsträgern

Mit den Erfolgen kamen Sicherheit und Selbstvertrauen zurück. Zudem konnte sich der TSV Heimerdingen auf eine ganze Reihe von Stammspielern verlassen. Zu ihnen zählen Denis Schäffler und Tim Schlichting sowie Salvatore Pellegrino in der Defensive genauso wie Kapitän Daniel Riffert nach schnell überwundener Knieverletzung, Jörn Pribyl und Michele Ancona im Mittelfeld. Vorne waren Pascal Coelho und der in der Rückrund so richtig auf Touren gekommene Murat Öztürk die festen Größen.

Holger Ludwig, der in der kommenden Runde von Jens Härter (ehemals Stuttgarter Kickers) als Co-Trainer unterstützt wird, sah das Team vor allem in der Rückrunde schon „nahezu am Optimalen“. Er ist aber dennoch überzeugt davon, dass es in allen Mannschaftsteilen noch Luft nach oben gibt und hofft, die Konkurrenzsituation etwas erhöhen zu können: „Vielleicht mit ein bisschen Druck von denen, die im Moment noch dahinter stehen.“

Arrivierte Kräfte bekommen Konkurrenz

Der Kader bleibt bis auf Norman Röcker komplett zusammen. Kandidaten, die sich mit den arrivierten Spielern um einen Platz in der Anfangsformation streiten können, sind unter anderem Youngster Dominik Eitel, der in der Defensive auch in dieser Runde schon auf 17 Einsätze gekommen ist, oder Felix Todten, der sich nach überwundener Knieverletzung immer näher herangearbeitet hat. Patrick Kraut kam berufs- und verletzungsbedingt in dieser Runde nicht wie erhofft zum Zug. Emre Öztürk fiel wegen eines Kreuzbandrisses aus, gerade als er sich in die Mannschaft gespielt hatte. In der Offensive müssen die Neuzugänge Piero Stampete (TV Oeffingen) und Mahran Husein (Nafi Stuttgart) erst noch zeigen, ob sie Verstärkungen sein können und die Mannschaft weiter bringen.

Potenzial nach oben gibt es aber auch noch in der Fairnesstabelle. Mit 81 gelben, 5 gelb-roten und 4 roten Karten rangiert der TSV Heimerdingen auf dem vorletzten Tabellenplatz. „Ich denke, dass uns das in dem ein oder anderen Spiel schon Punkte gekostet hat“, sagt Holger Ludwig. „Das haben wir intern auch schon angesprochen.“

Drei Wochen können sich die Heimerdinger nun noch auf ihren Lorbeeren ausruhen. Dann geht’s schon wieder weiter. Am 5. Juli ist Trainingsauftakt.

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