Fußball Marco Russo bastelt weiter an der Serie

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Der Trainer Marco Russo zeigt jetzt beim SV Perouse, wo es langgeht. Foto: Andreas Gorr

Leonberg - Er hatte schon fast mit dem Trainerdasein abgeschlossen. Als es nach dem Engagement bei der TSVgg Plattenhardt nicht mehr weiterging, dachte Marco Russo: „So, das war’s jetzt.“ Dann jedoch stieg er beim TSV Höfingen mit ein. Dort gelang der Aufstieg in die Bezirksliga. Die Wege trennten sich, und nun ist der 48-jährige ehemalige Regionalligaspieler der TSF Ditzingen beim Ligakonkurrenten SV Perouse (5.) gelandet. Der Einstieg vor einer Woche glückte mit einem 4:3 gegen den Tabellendritten Croatia Bietigheim. „Ich bin sehr optimistisch. Die Mannschaft macht einen sehr guten Eindruck. Wir haben gestandene Spieler wie Marijan Salopek oder Stamatis Sideris. Es sind aber auch viele Perspektivspieler dabei“, sagt Russo. Die Zusammenarbeit mit dem Verein ist zunächst einmal bis zum Saisonende terminiert.

Mario Klotz, der interimsweise die Verantwortung übernommen hatte, rückt damit wieder in seine ursprüngliche Rolle als spielender (sobald er seinen Kreuzbandriss auskuriert hat) Co-Trainer zurück. Nach nunmehr fünf Spielen ohne Niederlage (davon vier Siege) ist die Vorfreude vor dem Gang zum FSV Bissingen II (9.) groß. Klotz: „Wir haben in den letzten Wochen gut gearbeitet und fahren mit Selbstvertrauen nach Bissingen.“

Sein bisheriger „Chef“ Jörg Holm hatte Perouse in seinen rund fünf Jahren Amtszeit von der Kreisliga B in die Bezirksliga geführt und dort gehalten. Anfang Oktober einigte er sich mit dem Verein aus privaten Gründen einvernehmlich auf eine Trennung. „Ich werde demnächst Vater. Da verschieben sich die Prioritäten, sodass eine derart intensive Tätigkeit nicht mehr mit der nötigen Hingabe auszuführen ist. Ab der Rückrunde bin ich aber wieder offen für etwas Neues“, so Holm.

Merklingen nimmt die Favoritenrolle an

Neben dem direkten Aufeinandertreffen der beiden Aufstiegsfavoriten FC Marbach (2.) und Germania Bietigheim (1.) steht am 13. Spieltag der Bezirksliga auch das Derby zwischen dem TSV Merklingen (8.) und dem TSV Flacht (7.) im Blickpunkt, das wie alle anderen Partien mit Altkreis-Beteiligung am Sonntag um 14.30 Uhr angepfiffen wird. Die Tabellennachbarn haben mit starken Leistungsschwankungen zu kämpfen, die Gründe dafür sind unterschiedlich. Flachts Trainer Thorsten Talmon sieht den derzeitigen Negativlauf – die vergangenen drei Partien gingen bei nur einem geschossenen Tor allesamt verloren – in der Verletzungsproblematik begründet und seine Mannschaft deshalb am Wochenende als Außenseiter: „Das bedeutet ab dem Anpfiff aber nichts mehr. Wir stecken mitten im Abstiegskampf, die Liga ist extrem gefährlich.“

Sein Gegenüber Bernd Vollmer kennt personelle Engpässe bestens aus der Vorsaison und will sich von den Problemen des Gegners nicht blenden lassen. Stattdessen nimmt er die Favoritenrolle nach der bislang stärksten Saisonleistung am vergangenen Wochenende in Bissingen an: „Das ist ein richtungsweisendes Spiel. Noch geht unser Blick nach unten, aber wir haben jetzt den x-ten Matchball, um uns von unten abzusetzen. Den wollen wir endlich nutzen, Flacht überholen und vier der letzten fünf Spiele des Jahres gewinnen.“

Höfingen muss erneut umziehen

Dem TSV Höfingen (6.) macht der Winter wohl am stärksten zu schaffen, weil es auf dem eigenen Sportgelände keinen Kunstrasen gibt. Deshalb trainiert der Aufsteiger donnerstags auf dem Kunstrasen der TSG Leonberg und wird dort, wie auch schon Schwieberdingen, die SGM Riexingen (13.) empfangen. Spielertrainer Sebastian Bortel, der erneut alle Mann an Bord hat, fordert: „Wir müssen dagegenhalten und dürfen uns nicht einschüchtern lassen. Auf dem kleinen Platz wird es mehr Zweikämpfe geben, die müssen wir gewinnen.“

Die SKV Rutesheim II (14.) ist das derzeit einzige Altkreis-Team auf einem Abstiegsplatz. Das soll sich nach der Partie gegen den TSV Schwieberdingen (10.) geändert haben. Der weiter oben erwartete Gegner ist derzeit wohl so schlagbar wie selten, aus den vergangenen sechs Spielen holte Schwieberdingen nur vier Punkte.

Alle Spiele mit Altkreisbeteiligung beginnen am Sonntag, 12. November, um 14.30 Uhr.

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