Fußball Landesligist setzt auf einen soliden Unterbau

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Auch in der Landesliga will der TSV Münchingen (links Sabrina Haigis) ein Wörtchen mitreden – um die Klasse zu halten. Foto: Baumann

Korntal-Münchingen - Es ist ein Herzschlagfinale gewesen, das die Fußball-Frauen des TSV Münchingen am Ende knapp gegen die TSVgg Plattenhardt gewannen. Mit einem Punkt Vorsprung sicherte sich die Mannschaft in der vorigen Saison den Meistertitel in der Regionenliga 2 und machte den direkten Aufstieg in die Landesliga perfekt. Ein Bonbon gab’s wenig später noch dazu. Die Mannschaft holte sich auch den Sieg im Bezirkspokal-Wettbewerb.

Die aktuelle erste Runde im Pokalwettbewerb des Württembergischen Fußballverbandes (WFV) lief kürzlich ebenfalls richtig gut. Münchingen bezwang die SpVgg Oedheim mehr als deutlich mit 14:0 Toren. „Das hat bei uns gepasst, wir haben den Ball schön laufen lassen und haben unsere Chancen gut verwertet“, sagt Abwehrspielerin Eva Meßthaler, die zudem als Spielleiterin die Fäden im Hintergrund zusammen hält.

Am dem Wochenende werden die Karten nun in der Landesliga neu gemischt. Der Aufsteiger ist am Sonntag um 11 Uhr bei der Spvgg Gröningen-Satteldorf zu Gast. „Wir sind alle selbst gespannt und freuen uns auf die Gegner, die weitgehend unbekannt sind“, sagt Meßthaler, die guter Dinge ist, das Ziel Klassenerhalt erreichen zu können. „Wir müssen vor allen Dingen die ersten drei Spiele positiv gestalten, damit wir einen Lauf bekommen.“ Einen Lauf haben die Fußball-Frauen des TSV Münchingen seit einigen Jahren. Die erfolgreiche Arbeit an der Basis mit den Jugendlichen trägt in diesem Jahr so richtig Früchte: Der Verein hat nicht nur eine Landesliga-Mannschaft gemeldet, sondern als Unterbau erstmals wieder ein zweites Team in der Bezirksliga. Elf B-Juniorinnen, die in der Verbandsstaffel spielten, haben den Sprung zu den Aktiven geschafft, vier davon zählen sogar zum Landesliga-Kader. „Wir haben ein sehr junges Team“, sagt Eva Meßthaler, die mit ihren 29 Jahre bereits zu den älteren Spielerinnen zählt. Mit den Juniorinnen sind zudem vier „echte“ Neuzugänge dazu gestoßen: Verena Ruder vom FV Niedern; Jule Wiedner, die zuletzt beim Liga-Konkurrenten SV Böblingen spielte und studienbedingt nach Ludwigsburg gezogen ist; Sophie Schütt vom SSV Zuffenhausen sowie Veronica Moxedano vom TSV Ludwigsburg. „In der Region haben wir uns mittlerweile einen ganz guten Namen gemacht, vor allem auch wegen unserer Jugendarbeit“, sagt Meßthaler.

Die ersten vier Wochen der Vorbereitung haben beiden Mannschaften zusammen trainiert, dann erst wurde der Schnitt gemacht. In der zweiten Saison betreut Michael Maier die Mannschaft. Bis zur Winterpause war er noch Co-Trainer von Fernando Fernandez, der aus persönlichen Gründen sein Amt niederlegte. Seitdem steht Norbert Reitinger an seiner Seite. Die zweite Mannschaft hat Didi Bürger übernommen, der zuvor die B-Juniorinnen trainierte. Unterstützt werden sie von den Torwarttrainern Kristina Schnüll und Fabio Chiovetta. Am Ablauf selbst hat sich trotz des Aufstieges nichts verändert. „Die Erste trainiert weiterhin dreimal pro Woche“, so Meßthaler. Allerdings wollen die Frauen künftig nicht mehr nur den Kunstrasenplatz nutzen. „In der Landesliga wird vorwiegend auf Rasen gespielt, deshalb wollen wir uns im Training darauf einstellen“, sagt die Spielleiterin. Es soll so wenig wie möglich dem Zufall überlassen werden.

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