Fußball Benjamin Schäffer: Zurück zu den Wurzeln

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Ab sofort beim SV Leonberg/Eltingen wieder als Trainer in gelb und schwarz: Benjamin Schäffer. Foto: Andreas Gorr

Leonberg - Ein Trainingsauftakt ohne Trainer? Viel hat nicht gefehlt, und der SV Leonberg/Eltingen hätte in der ersten Einheit nach der Winterpause tatsächlich ohne Übungsleiter dagestanden. Aber dann ging es doch ganz schnell. Der Nachfolger des geschassten Lothar Mattner stand pünktlich zum Vorbereitungsbeginn auf dem Platz. Ab sofort hat Benjamin Schäffer das Kommando. Der Verein einigte sich mit dem 35-Jährigen auf eine Zusammenarbeit zunächst bis zum Saisonende 2018/2019.

Das Wort von der Herzensangelegenheit, das Peter Neururer bei seinem Comeback einst beim VfL Bochum salonfähig gemacht hat, nahm der Sohn des ehemaligen Profis Frank Schäffer zwar nicht in den Mund. Dass er aber sein Engagement bei dem B-Ligisten TSV Flacht II Knall auf Fall beendet hat, hängt zweifelsfrei mit dem Ruf seines Heimatvereins zusammen. „Ich war drauf eingestellt, dass es vielleicht im Sommer so kommt. Es ist nicht meine Art, etwas stehen und liegen zu lassen. Und wenn es ein anderer Verein gewesen wäre, hätte ich mich wohl nicht dazu entschlossen.“

Der Neue setzt auf Harmonie

Was ihn beim Trainingsauftakt erwartet, wusste der Übungsleiter nicht so genau. Fest standen bereits die Abgänge von Marco Gritsch (TSV Flacht), Julian Bär (SKV Rutesheim), Gianluca Peluso und Georgios Vrakas (beide TSV Höfingen). Die Personalentscheidung auf dem Trainerposten blieb ohne Folgen. Alle verbliebenen Spieler kamen zur ersten Einheit. „Mir geht es drum, jeden einzelnen abzuholen und zunächst einmal so ein bisschen die Stimmung abzuklopfen. Es ist wichtig Harmonie reinzubringen“, meint der Coach.

Benjamin Schäffer hat in der F-Jugend beim TSV Eltingen mit dem Fußball angefangen, spielte dort auch unter dem Coach Lothar Mattner in der Landesliga. Nach Stationen in Schwieberdingen, Sindelfingen und Rutesheim (wieder unter Lothar Mattner) kehrte er zunächst als Spieler zurück zum TSV und übernahm später als Spielertrainer die zweite Mannschaft, mit der er von der B-Liga bis in die Bezirksliga durchmarschierte. Wegen mangelender Wertschätzung der zweiten Mannschaft schloss er sich dem TSV Flacht an, stieg mit dem Club als Spieler in die Bezirksliga auf und übernahm dann als Trainer die neugegründete zweite Mannschaft in der B-Liga.

Abteilungsversammlung im Februar

Zurück zu den Wurzeln heißt es jetzt also wieder. Mit ein Grund, der diesen Wechsel begünstigte, war der Umstand, dass Schäffers Kumpel Micha Gühring bei den Gesprächen mit am Tisch saß. Der 37-jährige ehemalige Abteilungsleiter des TSV Eltingen wird schon als designierter Fußballchef des SV Leonberg/Eltingen gehandelt, wenn Marco Arnold diesen Posten in der Abteilungsversammlung am 20. Februar abgibt. „Wir haben gesagt, irgendwann machen wir was zusammen in Eltingen. Und ich habe jetzt den ersten Schritt gemacht“, sagt Schäffer. Gühring selbst, Teamleiter in der Fußballschule des VfB Stuttgart, bremst die Erwartungen: „Natürlich bin ich emotional mit dem Club verbunden und habe von den Leuten profitiert, die im Ehrenamt tätig waren. Der Verein muss in ein ruhigeres Fahrwasser, und wenn ich dazu beitragen kann, werde ich das tun. In welcher Form, muss man sehen.“

Testspiele
SpVgg Möhringen (4. Februar, 15 Uhr/Heimspiel), MTV Stuttgart (7. Februar, 19.30 Uhr/H), 1. FC Altburg (10. Februar, 15 Uhr/H), TSV Schornbach (17. Februar, 15 Uhr/H).

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