Feuerwehr Weil der Stadt-Münklingen Nachwuchs dringend gesucht

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Das Wasser spritzt am Sonntag von allen Seiten. Foto: fact./Bach

Weil der Stadt - Das hätten sich Kommandant Marco Hövelmann und seine Mitstreiter wahrlich anders vorgestellt: Zum ersten Mal veranstaltete die Abteilung Münklingen der Feuerwehr Weil der Stadt am Sonntagmittag eine Mitmachübung, doch Petrus machte den Floriansjüngern einen dicken Strich durch die Rechnung. Während der Regen und zum Teil auch Schnee kräftig prasselte, strömten die Besucher zum Feuerwehrhaus eher spärlich.

Als Erster da war Alexander Brüggemann. Der Elfjährige nutzte gerne die Gelegenheit, einen Löschangriff vom Wasserholen bis zur Pumpe selbst durchzuführen. „Es hat Spaß gemacht“, strahlte er nach der gelungenen Übung und wollte die Feuerwehrbekleidung hinterher am Liebsten gar nicht mehr ausziehen.

Überlandhilfe für Gebersheim

Alexander wäre ein Kandidat ganz nach dem Geschmack von Kommandant Hövelmann. Nachwuchs wird nicht nur bei der Feuerwehr Münklingen dringend gesucht. 23 Aktive und zwei Jugendfeuerwehrler zählt die Wehr des Weil der Städter Teil­ortes. „Sechs Männer oder Frauen bräuchten wir noch“, schildert Marco Hövelmann die nicht zufriedenstellende Situation auch in Bezug auf die Tagesverfügbarkeit. Also wurde eine Personalgewinnungsgruppe unter Leitung von Ewald Repphuhn gegründet und fleißig die Werbetrommel für die Veranstaltung gerührt.

Der letzte größere Einsatz führte die Münklinger Wehr erst vor einigen Wochen zu einem Lüftungsbrand im benachbarten Hausen und auch beim Reitstallbrand in Gebersheim leistete eine Gruppe Überlandhilfe. Im Ort selbst waren dieses Jahr dagegen eher Kleinigkeiten zu bewältigen. Von einer Katze auf dem Dach, Fehlalarmen von Brandmeldeanlegen oder zu beseitigenden Ölspuren berichtete Marco Hövelmann. Bei ihm ist die Feuerwehrarbeit im übrigen fester Bestandteil des Familienlebens, gehört doch Ehefrau Melanie zu den Brandbekämpfern, ebenso wie sein knapp zweijähriger Sohn Paul, der ausgerüstet mit passendem Helm, aufmerksam deren Arbeit verfolgte.

Neuauflage geplant

Denn die Laune vermiesen ließ sich die tapfere Schar vom gestrigen Mistwetter nicht. Dass durchaus reges Interesse an ihrer Arbeit besteht, zeigte ihnen auch die gut angenommene Werbung beim Herbstfest des Obst- und Gartenbauvereins am viel schöneren Vorwochenende und jedes Jahr das gut besuchte Feuerwehrfest im Juli. „Wir haben es wieder vor“, steht deshalb für Kommandant Marco Hövelmann außer Frage, dass auch die Mitmachübung zum selbst Hand anlegen am Feuerwehrhaus im kommenden Jahr auf jeden Fall ­erneut stattfinden soll. „Vielleicht früher“, fasst er dann aber einen Termin weit vor dem ersten Schneefall ins Auge.

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