Feuerwehr Renningen Der Traum vom großen Haus muss warten

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Es ist schon gut erkennbar, wohin die Reise geht: Die Garage des Feuerwehrhauses wird um einige Meter nach vorne erweitert. Doch noch konnten die neuen Tore nicht eingebaut werden. Foto: factum/Granville

Renningen - Der Traum vom neuen, oder eher: vom erweiterten und sanierten Haus ist für die Renninger Feuerwehr bislang nicht in Erfüllung gegangen. Eigentlich hätten die Arbeiten an dem Gebäude in der Jahnstraße bereits im Sommer abgeschlossen sein sollen. Doch bislang ist noch nicht einmal die Garage fertig. Alles hängt an der zuständigen Stahlbaufirma, berichtet die Stadtverwaltung auf Anfrage dieser Zeitung. „Bevor dieses Gewerk nicht durch ist, können wir auch kein anderes reinschicken“, erklärt der Stadtbaumeister Hartmut Marx. Das gesteckte Ziel ist nun, zumindest noch dieses Jahr mit allem fertig zu werden.

2015 wurde das Feuerwehrhaus in Malmsheim saniert, nun ist Renningen an der Reihe. Im Herbst 2016 haben dort die ersten Arbeiten begonnen. Um den gestiegenen Mitgliederzahlen – allein die Zahl der Aktiven ist heute fast dreimal so hoch wie zur Eröffnung des Hauses – Rechnung zu tragen, wird das Gebäude vergrößert, indem die Garage um einige Meter nach vorne „verschoben“ wird, sodass in den Aufenthaltsräumen dahinter mehr Platz ist.

Schon am Anfang Lieferprobleme

Und eben daran hapert es seit Beginn der Bauarbeiten. „Die Firma hatte erst ziemliche Lieferprobleme bei den Stahlträgern“, erklärt Hartmut Marx. Hinzu kam, dass die erste Version der Stahlträger „fehlerhaft“ war. Laut Ausschreibung sollten sie so gefertigt sein, dass sie auch bei einem Brand mindestens 90 Minuten lang halten. Diese Vorgabe sei nicht eingehalten worden. Als die richtigen Stahlträger dann endlich kamen, folgte auf das Aufatmen sogleich das böse Erwachen. „Die waren leicht verzogen, daher gab es Schwierigkeiten beim Einbau der Tore“, sagt Marx. Also hieß es erneut: abwarten. „Und das ist der aktuelle Stand.“

Gekrönt wird die Problematik dadurch, dass die weiteren Arbeiten damit ebenfalls auf Eis liegen und immer weiter nach hinten verschoben werden müssen. „Die anderen Firmen muss man dann erst alle wieder unter einen Hut bringen“, erklärt Marx. Immerhin: Abgesprungen ist noch keines der anderen Gewerke. Und höhere Kosten, die durch die Verzögerung entstehen können, würden letztlich auf die betreffende Firma umgelegt. „Das ist üblich in so einer Situation“, sagt Marx. „Trotzdem ist es natürlich extrem ärgerlich. Denn das bindet auch bei uns Arbeitskräfte.“

Keine zusätzlichen Einschränkungen für die Feuerwehr

Den Feuerwehrleuten entstehen zumindest keine zusätzlichen Unannehmlichkeiten, außer dass sie noch länger auf die ersehnte Erweiterung warten müssen. Denn der Umbau im Inneren beginnt, wie gesagt, erst, wenn im Außenbereich alles fertig ist. Die alten Garagentore bleiben ebenfalls so lange eingebaut, bis sie von den neuen abgelöst werden, und seit dem Auszug der Musikschule aus dem Bürgerhaus hat die Feuerwehr dort zusätzliche Räume, die sie nutzen kann. „Die Einschränkungen halten sich daher in Grenzen“, sagt der Feuerwehrkommandant Erhard Mohr. Er hoffe nur, dass das Gros der Arbeiten tatsächlich noch fertig wird, bevor die Temperaturen zu tief nach unten rutschen. „In der Werkzeughalle ist nämlich der Bodenbelag schon draußen, wenn es sehr kalt wird, wird man das dann schon merken.“

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