Feinstaub und Co. im Altkreis Ausreißer in Heimsheim

Von

Lokale Besonderheiten können sich auch ganz anders zeigen. Beispiel Heimsheim: In der Schleglerstadt sind 2014 ins­gesamt 19 Tonnen Feinstaub angefallen. Das ist mehr als im größeren Weil der Stadt oder im Autobahn-nahen Rutesheim. Fast 60 Prozent des Feinstaubs gehen auf ­Industrie und Gewerbe zurück – ein klarer Hinweis auf den Heimsheimer Steinbruch.

Laut Umweltanstalt sind die gemessenen Mengen von 16 der 19 erfassten Stoffe seit 2000 rückläufig. Keine Verbesserung gibt es etwa beim Ammoniak, das hauptsächlich durch die Landwirtschaft frei­gesetzt wird. Erhoben werden die Werte auch, um die Entwicklung bei klimaschädlichen Gasen zu verfolgen. Aber nicht nur. „Die Daten des Emissionskatasters sind eine wertvolle Arbeitsgrundlage für kommunale Planungen wie die Bauleitplanung. Die Daten unterstützen die Kommunen auch bei der systematischen Beobachtung von umgesetzten Luftreinhaltemaß­nahmen“, erläutert Margareta Barth, die Präsidentin der Landesumweltanstalt.

Info: Das wird gemessen

Schadstoffe
Insgesamt werden 19 verschiedene Stoffe erfasst, darunter Fein- und Grobstaub, Kohlendioxid- und -monoxid, Stickoxide, aber auch Methan und natürliche Gase.

Verursacher
Im Emissionskataster ist aufgeschlüsselt, woher die jeweiligen Schadstoffe stammen: biogene Systeme (Landwirtschaft, Vegetation, Nutztiere), kleinere und mittlere Feuerungsanlagen (Heizungen, Kamine), Industrie und Gewerbe (ohne Feuerungsanlagen), sonstige technische Einrichtungen (Abfallwirtschaft, mobile Geräte) sowie Verkehr (Straße, Schiene, Luft).

Emissionskataster
Dieser wurde erstmals für das Jahr 1995 erstellt, ab dem Jahr 1998 erscheint er regelmäßig alle zwei Jahre. Die aktuellen Daten beziehen sich auf 2014. Für den Verkehr wurde auf Zählungen von 2010 zurückgegriffen.

Fotostrecke
Artikel bewerten
2
loading
Strohgäu Leonberg Rutesheim Weil der Stadt Renningen Weissach Enzkreis-Gemeinden