Fechten Viel Neues – aber das Altbewährte bleibt

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Die Nachwuchsarbeit trägt längst Früchte: Am ersten Wettkampftag schicken die Gastgeber 34 eigene Florettfechter auf die Planche. Foto: Andreas Gorr

Ditzingen - Einige neue Wege sind die Fechter der TSF Ditzingen mit ihrem 30. Young Masters gegangen. 235 Nachwuchsfechter haben daran am Wochenende teilgenommen, sogar aus Hagenau in Frankreich waren Starter angereist und gaben dem Turnier damit erstmals einen internationalen Anstrich. Gleichwohl betonen die TSF Ditzingen, die 34 eigene Fechter in die Degen-Wettbewerbe am Samstag schickten, weiterhin den breitensportlichen Charakter des Turniers.

Etwas Neues testeten die Turn- und Sportfreunde in der B-Jugend, indem sie beide Jahrgänge 2004 und 2005 zusammenfassten und den Austragungsmodus übernahmen, den der Deutsche Fechterbund (DFB) auch für die in dieser Saison neu eingeführten Bundes-Ranglistenturniere dieser Altersklasse vorschreibt. Die ersten sechs Plätze gingen an den Heidenheimer SB, Horant Kummer gewann Gold. Auf den Plätzen sieben bis neun folgten mit Jan Bayer, Aleksandar Kokanovic und Philipp Kreußler drei der insgesamt neun Ditzinger im 26er-Feld. „Das war ein sehr langer und kräfte- zehrender Wettkampf“, zollte TSF-Trainer Volker Lückgens Respekt, als nach mehr als sechs Stunden die Sieger und Platzierten feststanden.

Bundesturnier in Hamburg

Neu war ebenso, dass die TSF Ditzingen einige ihrer besten Nachwuchsfechter parallel zum Young Masters auf einem anderen Turnier antreten ließen. Denn in Hamburg wurde eines von drei U 14-Bundesturnieren gefochten. „Damit haben wir einem Wunsch unseres Trainers Zoltán Szegedi entsprochen“, erklärte Steffen Michael Eigner, stellvertretender Leiter der Ditzinger Fechtabteilung.

Zoltán Szegedi war wenige Tage vor dem Young Masters vom Deutschen Fechterbund zum Bundestrainer für den Damendegen-Nachwuchs ernannt worden und hatte sich seit langer Zeit beim DFB für eine solche U 14-Turnierserie stark gemacht. „Deshalb war es ihm wichtig, jetzt nicht mit Abwesenheit zu glänzen“, erklärte Eigner. „Zoltán hätte gerne mehr Fechter mit nach Hamburg genommen, wir hätten sie lieber alle beim Ditzinger Young Masters gesehen. Drei Jungen und zwei Mädchen nach Hamburg zu schicken, war dann der Kompromiss.“ Samuel Hochwald überraschte dort mit Platz 15, Marc Heuer und Jan-Philipp Lenhardt belegten die Plätze 32 und 42. Emilia Sander und Annika Amler schnitten auf Rang 25 und 35 ab.

Auszeit für die Favoritinnen

Auch die beiden derzeit stärksten U 17-Fechterinnen Anja Händler und Kerstin Greul fehlten. Sie hatten bei ihrem umfangreichen Turnierprogramm um ein freies Wochenende gebeten. Die Abwesenheit der beiden Top-Favoritinnen nutzten Sarah Schatton und Johanna Pahlow zu einem Doppelsieg für die TG Schwenningen, mit Rang drei überzeugte Marisa Seiter für Ditzingen. „Sie ficht erst seit zwei Jahren, ist aber sehr engagiert. Eine sehr gute Platzierung für sie und Ergebnis ihres Fleißes“, lobte Trainer Volker Lückgens.

Podestplatzierungen für die TSF Ditzingen errangen außerdem Ronald Shapiro, Moritz Willrett und Valentin Rosenmayer in dieser Reihenfolge bei den U 17-Jungen. Colten Willers gewann den Schüler-Jahrgang 2007 bei den Jungen vor drei Heidenheimern, Rosa-Lina Haag den Jahrgang 2006 bei den Mädchen. Tessa Paschitta wurde Zweite im B-Jugend-Jahrgang 2004, Emilia Wirth Dritte (2005). Einziger TSF-Starter im Florett war Emilian Knapp, der Zweiter im Jahrgang 2006 wurde.

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