Erste Geburt 2018 im Leonberger Krankenhaus ist ein Junge Wenn das erste Licht der Welt ein Feuerwerk ist

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Die glückliche Familie. Foto: factum/Bach

Leonberg - Während vor zwei Tagen um Punkt Mitternacht für die meisten das Klirren der Sektgläser erklungen und der Blick in den Himmel gewandert ist, befindet sich Maria Mousenidis in diesem Augenblick in einem Krankenwagen. Der Anlass könnte nicht erfreulicher sein, denn nur eineinhalb Stunden später – da gehört das Jahr 2017 schon der Vergangenheit an – erblickt im Leonberger Krankenhaus Sohn Yannis Adam das Licht der Welt. Er ist im Leonberger Krankenhaus das erste Kind, das im neuen Jahr geboren wird. Auf ihn werden in den folgenden 48 Stunden noch elf weitere folgen.

„Wir beobachten derzeit eine steigende Geburtenrate,“ erzählt Chefarzt Jürgen Mewald. „Ursprünglich hatten wir damit gerechnet, dass im Jahr 2017 die Marke von 700 Geburten noch überschritten werden würde. Erlebt haben wir insgesamt 682.“ In den ersten beiden Tagen des neuen Jahres wird die erwartete Zahl schließlich doch noch überschritten, wobei sämtliche der Geburten, darunter auch zwei Kaiserschnitte, gut verlaufen.

Vier Entbindungen sind gleichzeitig möglich

Weshalb ausgerechnet am Neujahrstag der Kindersegen im Leonberger Krankenhaus so zahlreich ausgefallen ist, kann sich der Arzt nicht erklären: „Es gibt keinen erkennbaren Grund, weshalb es in Bezug auf die Geburten solche Hochphasen gibt,“ so Mewald. Im vergangenen Jahr erlebte das Personal in der Frauenklinik wellenartig zwölf solcher Perioden, jedes Mal unterbrochen durch eine Phase der Entspannung. Während also statistisch gesehen 1,9 Kinder pro Tag geboren wurden, war die Aufregung nun wieder besonders groß. Für diesen Ansturm werdender Mütter ist das Krankenhaus jedoch gut ausgestattet: „Wir verfügen über drei Kreißsäale und ein vierter Raum kann binnen fünf Minuten zu einem weiteren umfunktioniert werden,“ erklärt Mewald. „Damit sind vier Entbindungen zur selben Zeit möglich.“

Dass Maria und Chrisso Mousenidis einen Sohn erwarten würden, wussten die beiden bereits: „Die Spannung, ob es nun ein Junge oder ein Mädchen wird, hätten wir nicht ausgehalten,“ lacht die junge Frau aus Hochdorf. Womit die Eltern allerdings nicht rechnen konnten ist der Umstand, dass Yannis die Silvesterfestivität sprengen würde, lag sein errechneter Geburtstermin doch erst neun Tage später. Wie auch Yannis erblickt die Mehrheit aller Kinder bis zu drei Wochen vor dem errechneten Termin das Licht der Welt, oder aber sie verspätet sich um bis zu zehn Tage. Lediglich 2-3 Prozent werden am errechneten Geburtsdatum entbunden.

Die Geburt dauert nur zweieinhalb Stunden

Als Yannis sich um 23 Uhr mit dem Blasensprung ankündigt, muss also alles ganz schnell gehen: „Ich wurde sofort in das Krankenhaus gefahren und dann ging es direkt in Richtung Kreißsaal,“ erinnert sich Mutter Maria. „Wir haben dabei eine Frau überholt, die auch gerade in ihren Wehen lag, aber noch nicht ganz so weit wie ich war.“ Vater Chrisso, der die Geburt seines Sohnes im Kreißsaal miterlebt, fügt schmunzelnd hinzu: „Man konnte auch die Entbindung im Nebenzimmer hören.“

Nach nur zweienhalb Stunden haben Mutter und Kind die Geburt hinter sich. Mit 53 Zentimetern und einem Gewicht von 3680 Gramm ist Yannis bei seiner Geburt etwas schwerer als seine Schwester, die vor zweieinhalb Jahren im Ludwigsburger Krankenhaus geboren wurde.

Für die zweite Geburt hat sich das junge Paar aufgrund des Personals nun für das Leonberger Krankenhaus in der Rutesheimer Straße entschieden: „Wir haben einige Bekannte, die hier ihre Kinder zur Welt gebracht haben,“ erzählt Maria Mousenidis unserer Zeitung. „Sie hatten uns nur Positives berichtet und wir könnten auch nicht glücklicher sein.“

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