Gerlingen/Malmsheim - Mit einem kleinen Kader sind die Basketball-Frauen des TSV Malmsheim bei der Oberliga-Konkurrenz in Nürtingen angetreten – sie verloren mit 52:72 Punkten. Die KSG Gerlingen hat ihr Heimspiel gegen den VfL Waiblingen knapp mit 53:50 gewonnen, zeigte in der ersten Hälfte eine souveräne Leistung, führte zur Halbzeit mit 39:20 – und brach in den Schlussminuten ein. TG Nürtingen – TSV Malmsheim 72:52 „Es war nicht davon auszugehen, dass wir mit diesem kleinen Kader nach Nürtingen fahren und dort als Sieger vom Platz gehen“, sagte Annett Hermann, die Trainerin des TSV Malmsheim. Auf Grund von Krankheit oder Urlaub musste sie auf Spielerinnen verzichten – wie beispielsweise Sharon Anderson oder Franziska Schmidt, die sich in der Regel mit wichtigen Punkten einbringen. „In der ersten Halbzeit haben wir es gut hingekriegt, die Nürtinger in Schach zu halten, sind allerdings an unsere Grenzen gegangen, sodass es konditionell nach hinten raus nicht mehr gereicht hat“, sagt Hermann. Während die Gäste nach zwei Vierteln mit 31:28 in Front lagen, ging im dritten (41:54) und vierten Durchgang nicht mehr viel zusammen. Beste Werferin im Malmsheimer Team war Lena Marie Sroka mit insgesamt 24 Punkten. TSV Malmsheim: Aickelin (4), Dzubba (7), Kaine (5), Müller (2), Rexer (4), Sabri (3), A. Sroka (3), L. Sroka (24). KSG Gerlingen – VfL Waiblingen 53:50 Bis zur Halbzeitpause hatten die Gastgeberinnen alles im Griff. „Das war eine fantastische Verteidigung“, schwärmte Gerlingens Trainer Rudi Kremring, „die Gegenspielerinnen hatten da teilweise keine Lust mehr, sich durchzusetzen, so effektiv und lauffreudig verteidigten wir“. Bei einer 39:20-Führung zur Halbzeit hatte keiner mehr Zweifel an einem Gerlinger Sieg. Doch nach der Pause waren die Gastgeberinnen wie verwandelt. Es häuften sich die Fehlpässe, und in der Verteidigung hatte Gerlingen keinen Zugriff mehr. „Der Druck, das Spiel gewinnen zu müssen, war für die jungen Mädchen sehr groß“, so Kremring. Ende des dritten Viertels musste Cora Stürner mit einer Verletzung das Feld verlassen. Sie wird voraussichtlich einige Wochen pausieren. In den letzten zehn Minuten des Spiels brach alles ein und das KSG-Team war nicht mehr wiederzuerkennen. Ab der 35. Minute erzielten die Gerlinger Frauen keinen einzigen Punkt mehr, und alle Beteiligten zitterten dem Schlusspfiff entgegen. Am Ende herrschte große Erleichterung im Gerlinger Lager über den knappen Sieg. Gerlingen: Gausepohl (14), Gazova (1), Gerlinger (8), Greb (4), Hackert (9), Leonhäuser (4), Savic (8), Stürner (3), Türk (2).