Basketball Die Schützenhilfe kommt aus Gerlingen

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Auf der Zielgeraden wird Gerlingen (links Carmen Türk) noch von Stuttgart überholt. Foto: Andreas Gorr

Gerlingen/Malmsheim - Ein scheinbar leichteres Programm im Abstiegskampf hatte Basketball-Oberligist KSG Gerlingen. Doch die Frauen mussten gegen Schlusslicht ESV Rot-Weiß Stuttgart eine bittere 65:71­Niederlage einstecken. Eine Woche zuvor hatte Stuttgart den Malmsheimer Frauen eine deftige Klatsche erteilt. Das Team um Trainerin Annett Hermann machte es ­dieses Mal gegen den Tabellenzweiten TV Derendingen viel besser – und ging mit einem wichtigen 62:58-Sieg vom Platz. TSV Malmsheim – TV Derendingen 62:58 Bei den Malmsheimer Frauen, die ebenfalls noch gegen den Abstieg kämpfen, war nach der vergangenen Niederlage Wiedergutmachung angesagt. Mit dieser Einstellung starteten sie in die Partie gegen Deren­dingen, gingen schnell mit 6:0 Punkten in Führung. Doch dann fanden die Gäste in ihr Spiel, zogen phasenweise mit elf Punkten davon. Die Gastgeber hatten nichts zu ­verlieren, zeigten eine starke Leistung in der Abwehr und hatten sich zur Halbzeit wieder auf 24:28 herangekämpft.

Derendingens Spiel lebte von nur zwei Akteurinnen. Zwar schaffte Malmsheim es nicht, diese völlig aus dem Spiel zu nehmen, hinderten sie aber immer wieder am ­Abschluss. Ein schöner Wurf von der ­Mittellinie fand dann am Ende des dritten Viertels seinen Weg in den Korb – die Gastgeber blieben weiter dran (41:45) und gaben im Schlussviertel noch einmal richtig Gas. In den entscheidenden Minuten drehten sie das Spiel, behielten die Nerven, um am Ende den 62:58- Sieg sowie die wichtigen Punkte einzufahren. TSV Malmsheim: Aickelin (1), Bonds, Holler (19), Kaine, Kolbe (2), Lebsanft, Müller (4), Nack (10), Rexer (7), Sabri (4), A. Sroka (5), L. Sroka (10). KSG Gerlingen – ESV RW Stuttgart 65:71 Des einen Freud, des anderen Leid. Die Gerlinger Frauen haben mit ihrer Nieder­lage den Malmsheimern Schützenhilfe im Abstiegskampf geleistet. In der Brückentorhalle ging es gegen Stuttgart hart zur Sache. Anke Fleig bekam in der achten Minute ein blaues Auge ab, konnte durch die starke Schwellung nur bedingt spielen. Zu Beginn wahrte die KSG die Chancen auf einen Sieg. Zur Halbzeit lagen sie mit 27:26 vorne, nach dem dritten Viertel mit 47:41. Das Schlussviertel konnte sich im Nach­hinein keiner erklären. Stuttgart holte in dieser Phase 30 Punkte, Gerlingen nur 18. „So etwas darf auf keinen Fall passieren. Als  Heimmannschaft gegen den Tabellen­letzten in einem Spiel, wo Gerlingen den ­direkten Abstieg hätte verhindern können, muss in der Verteidigung anders aufgetreten werden“, sagte Gerlingens Trainer Rudi Kremring. „Alles was in den letzten ­Wochen positiv war, wurde durch diese dumme Niederlage zunichte gemacht.“ KSG Gerlingen: Savic (4), Massias (13), Zotzmann (8), Türk (2), Schrempf (4), Kaufmann (6), Nickl (5), Mittnacht (21), Fleig (2), Kulik.

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