B 295/Schloßberg in Höfingen Bald wieder freie Fahrt in Richtung Ditzingen

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Noch gehört die B 295 den Baumaschinen. Von Freitagabend an haben die Autos wieder freie Fahrt. Foto: factum/Granville

Leonberg - Ein Ende des Verkehrschaos rund um Leonberg ist in Sicht: Am Freitagabend wird die bei Gerlingen gesperrte Bundesstraße 295 wieder freigegeben. Und in einer Woche ist auch der Höfinger Schloßberg befahrbar – einige Tage früher als ursprünglich geplant.

Seit gut drei Wochen ist die wichtige Verbindungsstraße zwischen Leonberg und Ditzingen dicht. Das Regierungspräsidium Stuttgart lässt den Belag erneuern. Dass neben dem gesperrten Schlossberg damit auch die zweite zentrale Strecke ins Strohgäu weggefallen ist, hatte nicht nur bei Pendlern heftige Kritik hervorgerufen. Auch Handel und Gastronomie in der Altstadt und in Höfingen beklagten sich bitter, dass beide nur noch über große Umwege zu erreichen sind.

Zwei Stunden kostenlos parken

Um den Kunden den Weg zum Marktplatz zu versüßen, kann seither in der Altstadt-Tiefgarage zwei Stunden kostenlos geparkt werden. Man muss nur die Brötchen-Taste drücken und den Parkschein hinter die Windschutzscheibe legen. Dieses Angebot gilt noch bis Heiligabend.

Auch in Höfingen dürfte die Nachricht vom bald wieder offenen Schloßberg für Freude sorgen. Insbesondere Kay Philipp, der Betreiber des Schlosshotels, hatte unter der Dauerbaustelle zu leiden. Und spätestens nachdem die B 295 gesperrt war, litt auch der örtliche Einzelhandel. „Unsere Kunden kommen nicht nur aus Höfingen“, berichtet etwa der Metzgermeister Roland Hess. „Einige haben uns ganz offen gesagt, dass sie wegbleiben, solange beide Zufahrtsstraßen von der Leonberger Innenstadt dicht sind.“

Arbeiten im Zeitplan

Doch nun ist Land in Sicht: „Wir liegen im Zeitplan“, erklärt Matthias Kreuzinger, der Sprecher des Regierungspräsidiums, mit Blick auf die Arbeiten an der B 295. Bisher wurden der alte Asphalt abgefräst, die Straßenränder stabilisiert, die Wasserabflüsse erneuert und die Zufahrten zu den angrenzenden Wirtschaftswegen und Grundstücken gerichtet.

Seit Dienstag tragen die Arbeiter den neuen Asphalt auf. Das wird noch den ganzen Mittwoch dauern. Eigentlich wäre der Asphalt schon Ende der vergangenen Woche dran gewesen. Der starke Schneefall machte den Männern vom Bau einen Strich durch die Rechnung. Morgen und am Freitag werden die weißen Markierungen aufgetragen. Abends wird die Bundesstraße wieder freigegeben.

Feinarbeiten im März

Der Sprecher des Regierungspräsidium versichert, dass selbst bei einem neuerlichen Wintereinbruch der Öffnungstermin steht: „Sollte das Anbringen der Weißmarkierung wettertechnisch nicht möglich sein, erfolgt die Freigabe ohne Markierung bei Tempo 50“, sagt Kreuzinger.

Kleinere Feinarbeiten hat die Behörde ohnehin in den kommenden März verschoben, um die zeitnahe Öffnung nicht zu gefährden. Ob dann wieder die komplette Straße etwa eine Woche gesperrt werden muss, oder ob der Verkehr in dieser Zeit einspurig fließen kann, ist noch offen.

Auch der Schloßberg wird im März noch einmal für einige Tage gesperrt. „Dann wird der dunkle Betrag aufgetragen. Das geht im Frühjahr besser“, erklärt die städtische Pressesprecherin Undine Thiel. „Für uns war wichtig, jetzt so schnell wie möglich die Straße freizugeben.“ Dafür habe das Tiefbauamt eine Art Standleitung zur ausführenden Baufirma gehabt.

Freie Fahrt vom 13. Dezember an

In der vergangenen Woche, so berichtet Thiel, hat es eine Abstimmung zwischen dem Tiefbauamt, dem Bauunternehmen, der Ortsverwaltung Höfingen sowie den Händlern und Gastronomen aus der Altstadt und aus Höfingen gegeben. Ergebnis: Am 13. Dezember ist der Schloßberg wieder befahrbar. Ursprünglich war der 15. oder 19. Dezember genannt worden.

„Wir wissen um die Einschränkungen für unsere Gewerbetreibenden“, sagt Thiel. „Deshalb sind wir sehr froh, dass es jetzt klappt. Jeder Tag mehr im Weihnachtsgeschäft ist ein guter Tag.“

Die Sanierung der Straße Am Schlossberg kostet knapp eine Million Euro und wird vom Land bezuschusst.

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