„24 h Rennen in Uhingen“ Das ist nichts für zimperliche Zeitgenossen

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200 Meter durch die Fils joggen – vor allem nachts ein Abenteuer. Foto: Jürgen Haug

Leonberg - Ein moderner Hindernislauf, im Fachjargon auch „Tough Mudder“, „Obstacle Course Racing“ (OCR), „Strongman Run“ oder „Spartan Race“ genannt, ist nichts für zimperliche Zeitgenossen. Da gilt es: klettern, kraxeln, Sandsäcke tragen, über Reifen springen, durch Schlamm robben, Mauern überwinden, an einem Gerüst hangeln oder durch ziemlich kalte Bäche und Flüsse waten. Will man dem Ganzen noch die Krone aufsetzen, lässt man die Teilnehmer einen Tag und eine Nacht lang rund um die Uhr an ihre Grenzen gehen.

Diesem Abenteuer hat sich ein Leonberger Quartett beim 24 Stunden-Hindernislauf von Uhingen bei Göppingen gestellt. Und das Team „X-nature“ wählte gleich die ganz harte Variante. Auch deshalb, weil sich im Vorfeld ein Kollege den Fuß gebrochen hatte und damit ausfiel. Kapitän Markus Ploppa ging also mit nur drei weiteren Kollegen – Fabian Freibusch, dem Stuttgarter Valentin Mönkemöller und dem Warmbronner Raphael Jesch – ins Rennen.

Start am Samstag um 16 Uhr, Ende am Sonntag um 16 Uhr

Eine etwas entspanntere Variante wäre eine Staffel mit sechs Teilnehmern gewesen. Wenn man bei diesem Wettbewerb überhaupt von Entspannung reden kann. Die Aufgabe der 24 Stunden von Uhingen lautete, auf einer 2,2 Kilometer langen Strecke mitten durch die Stadt zwölf Hindernisse zu überwinden. Und das so häufig wie nur möglich. Sieger war die Mannschaft, die nach einem Tag und einer Nacht die meisten Runden zurückgelegt hatte – Team „X-nature“ landete auf einem Platz im Mittelfeld.

Der Startschuss fiel samstags um 16 Uhr, sonntags um 16 Uhr wurde das Rennen beendet. „Als es noch hell war, ging es noch ganz gut, da wurden wir auch von den vielen tausenden Zuschauern angefeuert“, erzählt Ploppa, „heftig wurde es nachts, da bist du dann einsam“. Die Veranstalter hatten für die perfekte Beleuchtung der Hindernisse gesorgt. Äußerst unangenehm: Die Temperatur sank in den Nachtstunden nahe dem Gefrierpunkt auf zwei Grad Celsius. Da war mentale Stärke gefragt, als die Athleten die 200 Meter durch die Fils laufen und durch Schlammpassagen mussten. Die Kälte kroch tief in den Körper ein. Jeder Teilnehmer durfte selbst entscheiden, wie viele Runden er hintereinander meistern wollte oder konnte. In der Wechselzone wartete die Ablösung.

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